Zuladungsrechner Wohnmobil: Zuladung in kg berechnen
Zuladung des Wohnmobils berechnen: Personen, Wasser, Gas und Gepäck. Jede Konstante mit Quelle und Prüfdatum, Stand 2026 - kostenlos, ohne Werbung.

Inhalt
- Zuladung berechnen: das Wichtigste vorweg
- Der Zuladungsrechner
- Die Konstanten: jede Zahl mit Quelle und Prüfdatum
- So funktioniert die Rechnung
- Was zur Zuladung zählt - und was nicht
- Die offene Frage: 3 % oder 5 % Fertigungstoleranz
- Was das Bußgeld bei Überladung wirklich kostet
- Zwei Grenzen, die der Rechner nicht auflösen kann
- Wann Sie wirklich zur Waage müssen
- Häufige Fragen
- Was Sie als Nächstes tun
- Quellen
Sie brauchen eine Zahl, keinen Aufsatz: wie viele Kilogramm in Ihrem Wohnmobil noch frei sind, wenn Personen, Wasser, Gas, Räder und Gepäck eingerechnet sind.
Genau das macht der Rechner auf dieser Seite. Was er nicht macht: eine Konstante benutzen, die er Ihnen nicht offenlegt.
Jede Zahl, mit der er rechnet, steht weiter unten in der Tabelle, mit Quelle und Prüfdatum.
Zuladung berechnen: das Wichtigste vorweg
Diese Seite ist das Rechenwerkzeug im Länderteil dieses Projekts, in dem ich sonst Regeln pro Staat aufschlüssele (Zurück zur Länder-Übersicht). Diese Berechnung gilt unabhängig vom Land - was bei Überladung droht, hängt vom Land ab, das Sie durchqueren.
Zwei Dinge unterscheiden den Rechner von einem Rechenfeld ohne Herkunft: jede Konstante ist mit Quelle und Prüfdatum ausgewiesen, und die eine ungeklärte Einstufungsfrage (3 % oder 5 % Fertigungstoleranz) bekommen Sie als offene Frage vorgelegt, nicht stillschweigend entschieden.
Er liefert Ihnen eine Reserve in Kilogramm und eine Einordnung. Er kann nicht klären, ob das eingetippte Leergewicht überhaupt stimmt und wie die Last auf den einzelnen Achsen liegt.
Der Zuladungsrechner
Das Ergebnis ist eine Zahl in Kilogramm, mit Vorzeichen, plus eine Einordnung: über 100 kg Reserve gilt hier als "im Rahmen", 0 bis 100 kg als "grenzwertig", unter 0 als "überladen". Die 100-kg-Marke ist eine redaktionelle Festlegung dieser Seite, kein gesetzlicher Schwellenwert. Ich habe sie so gesetzt, dass eine Fertigungstoleranz und ein vergessener Wasserkanister die Rechnung nicht sofort kippen.
Bei negativer Reserve zeigt die Ergebniskarte keinen Eurobetrag, sondern den Link auf die Länderseite, deren Bußgeldstaffel für Ihre Route gilt. Was Sie bekommen, ist eine Schätzung aus Ihren eigenen Eingaben - kein Wägeschein.
Zuladungsrechner
Alle Werte in Kilogramm. Der Rechner arbeitet ausschließlich mit den Zahlen, die Sie eingeben, und mit den offengelegten Konstanten aus der Tabelle weiter unten.
Das eingetippte Leergewicht ist ein Typgenehmigungswert mit Fertigungstoleranz. Eine Reserve im Plus schließt eine überladene Einzelachse nicht aus. Verbindlich ist allein eine geeichte Wägung.
Eingaben im Rechner
- Zulässige Gesamtmasse (zGG), kg - Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld F.1
- Leergewicht / Masse in fahrbereitem Zustand, kg - Feld G, so wie der Hersteller es angibt
- Anzahl Mitreisender inklusive Fahrer - der Fahrer steckt schon im Leergewicht und wird nicht zusätzlich gerechnet
- Frischwassertank: Kapazität in Litern, geplanter Füllstand in % (Voreinstellung 100 %)
- Gaskonfiguration: 2×11 kg / 1×11 kg / 2×5 kg, Material Stahl, Aluminium oder Composite
- E-Bikes und Träger, kg (Richtwerte werden als Hinweis eingeblendet)
- Vorbau und Zubehör gesamt, kg: Markise, Sat-Anlage, Anhängerkupplung, weitere Nachrüstungen
- Gepäck, kg
Ein Eingabefeld für Kraftstoff gibt es bewusst nicht. Warum, steht im Abschnitt "Was zur Zuladung zählt".
Ergebniskarte
- Reserve in kg, mit Vorzeichen, und die Einordnung dazu
- Toleranz-Schalter: dieselbe Rechnung zusätzlich mit Leergewicht +3 % und +5 %, immer neben dem Nennwert-Ergebnis, nie an seiner Stelle
- Zwei dauerhafte Hinweise: das eingetippte Leergewicht ist ein Nennwert mit Fertigungstoleranz, und eine Reserve im Plus schließt eine überladene Einzelachse nicht aus
- Bei negativer Reserve: Link auf die passende Länderseite statt eines Eurobetrags
Die Konstanten: jede Zahl mit Quelle und Prüfdatum
Ein Rechner, dessen Konstanten Sie nicht sehen, ist eine Behauptung mit Eingabefeldern.
Deshalb steht hier jede Zahl, die der Rechner benutzt: mit dem Dokument, aus dem sie stammt, dem Feld der Zulassungsbescheinigung, auf das sie sich bezieht, und dem Datum, an dem ich sie zuletzt geprüft habe.
Vier Zeilen sind belastbar belegt: die beiden Dokumentenfelder, die 75 kg je zusätzlicher Person und die Wasser- sowie Kraftstoffkonvention aus der VO (EU) 1230/2012. Die Prozentwerte der Fertigungstoleranz stehen als Zahlen in der Verordnung, die Zuordnung eines Wohnmobils zu einer der beiden Klassen habe ich nicht abschließend nachvollzogen.
Gasflaschen- und Nachrüstgewichte sind undatierte Handelsangaben und deshalb als Bereiche geführt. Der Regelsatz für Überladung fehlt als Betrag, weil ich die Anhang-Tabelle nicht im Original gelesen habe.
Tabellenweiter Prüfstand für alles, was nicht zeilenweise datiert ist: 05.08.2026.
| Konstante | Wert | Quelle (Dokument + Artikel/Feld) | Geprüft am | Belegstatus |
|---|---|---|---|---|
| Zulässige Gesamtmasse (zGG) | wie eingetragen, in kg | Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld F.1 | 05.08.2026 | belegt, Dokumentenfeld |
| Leergewicht / Masse in fahrbereitem Zustand | wie eingetragen, in kg | Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld G | 05.08.2026 | belegt als Feld, inhaltlich Nennwert des Herstellers |
| Je zusätzliche Person | 75 kg pauschal, Fahrer nicht erneut gezählt | VO (EU) 1230/2012, Anmerkung (h) zu Anhang I; Anhang I Teil A 2.6.2.1/2.6.2.2 | 05.08.2026 | belegt |
| Frischwasser | 100 % der angegebenen Kapazität, 1 kg je Liter | VO (EU) 1230/2012, Anmerkung (h) zu Anhang I; Dichte von Wasser | 05.08.2026 | belegt |
| Kraftstoff | mindestens 90 % der Tankkapazität bereits in der Masse in fahrbereitem Zustand enthalten | VO (EU) 1230/2012, Art. 2 Abs. 4 Buchst. a | 05.08.2026 | belegt |
| Fertigungstoleranz Standardfahrzeuge | 3 % nach oben und unten | VO (EU) 1230/2012, Anhang I, Anlage 2, Punkt 2.2 | 05.08.2026 | Zahl belegt, Zuordnung für Wohnmobile offen |
| Fertigungstoleranz Sonderfahrzeuge | 5 % nach oben und unten | VO (EU) 1230/2012, Anhang I, Anlage 2, Punkt 2.2 | 05.08.2026 | Zahl belegt, Einstufung über Aufbaucode SA hier nicht nachvollzogen |
| Gasflaschen, Bruttogewicht je Konfiguration | Stahl 11 kg etwa 21-24 kg; Stahl 5 kg etwa 11-13 kg; Alu 11 kg etwa 16,5-16,9 kg; Alu 6 kg etwa 9,6-10 kg; Composite 10 kg etwa 15 kg | PROGAS / gasflasche.de / ALUGAS-Vergleichs-PDF | 05.08.2026 | Handelsangaben ohne Datum, nur als Bereich zu lesen |
| Nachrüstungen, Richtwerte | Markise 25-40 kg; Fahrradträger 10-20 kg; Sat-Anlage 28 kg; Anhängerkupplung 70-90 kg; zwei E-Bikes mit Träger etwa 80 kg | ACE / fink-automobile / Caravan-Kataloge | 05.08.2026 | Handelsangaben ohne Datum, Richtwerte |
| Reserve-Schwelle "grenzwertig" | 0-100 kg | Festlegung dieser Seite | 05.08.2026 | redaktionelle Festlegung, kein gesetzlicher Wert |
| Bußgeldkatalog Überladung | prozentual gestaffelter Regelsatz in Euro, hier ohne Betrag | BKatV, Anhang Tabelle 3 | 05.08.2026 | nur über eine Portalwiedergabe gesehen, nicht im Original der Anhang-Tabelle geprüft |
| Achslast-Hebelwirkung | Faustformel-Beispiel: etwa 100 kg in der Heckgarage können etwa 130 kg auf dieser Achse ergeben | eurocampings.de Faustformel; DA-Direkt Beispielrechnung | 05.08.2026 | Beispielrechnung aus Handelsquellen, kein Rechtswert |
So funktioniert die Rechnung
Die legale Zuladung ist zGG aus Feld F.1 minus Leergewicht aus Feld G. Das ist der ganze Rahmen, und alles Weitere ist Abzug.
Personen: 75 kg je zusätzlicher Person, festgelegt in der VO (EU) 1230/2012 (Anmerkung (h) zu Anhang I, Anhang I Teil A 2.6.2.1/2.6.2.2). Der Fahrer ist in der Masse in fahrbereitem Zustand bereits enthalten. Im Rechner tippen Sie deshalb alle Mitreisenden inklusive Fahrer ein, und intern multipliziert er 75 kg mit der Anzahl minus eins.
Wasser: Liter × Füllstand × 1 kg. Die Verordnung rechnet den Frischwassertank standardmäßig mit 100 % der angegebenen Kapazität, Abwassertanks leer. Wenn Sie mit 40 Litern statt 120 losfahren wollen, ist das Ihre Entscheidung, die Sie im Feld eintragen - der Rechner geht von sich aus nie von einem niedrigeren "Reisefüllstand" aus.
Gas und Nachrüstungen: Bruttogewichte, nicht Füllgewichte.
Eine 11-kg-Stahlflasche wiegt voll etwa 21 bis 24 kg, und weil diese Werte aus undatierten Handelsangaben stammen, arbeitet der Rechner mit dem Bereich und zeigt Ihnen entsprechend eine Reserve von-bis, statt einen Mittelwert zu erfinden.
Dasselbe gilt für Markise, Träger und Anhängerkupplung.
Gepäck: Ihre Schätzung, und die ist erfahrungsgemäß die optimistischste Zahl der ganzen Eingabe.
Unterm Strich: Reserve = zGG - (Leergewicht + Personen + Wasser + Gas + E-Bikes und Träger + Vorbau und Zubehör + Gepäck).
Wer die Rechnung samt Wägungs-Schritt in Ruhe durchgehen will, findet die ausführliche Rechenanleitung mit Wägungs-Schritt an anderer Stelle; hier bleibt es beim Bedienen des Rechners.
Rechenbeispiel: ein konkretes Wohnmobil
Ein Teilintegrierter, zwei Erwachsene und ein Kind, Sommerroute mit Rädern.
- Aus dem Fahrzeugschein: zGG (Feld F.1) 3.500 kg, Leergewicht (Feld G) 2.980 kg.
- Legale Zuladung: 3.500 - 2.980 = 520 kg.
- Personen: drei Mitreisende inklusive Fahrer, also zwei zusätzliche × 75 kg = 150 kg.
- Frischwasser: 100 l Kapazität, voll getankt, 100 × 1,0 × 1 kg = 100 kg.
- Gas und Nachrüstungen: 2×11 kg Stahl = etwa 42-48 kg; zwei E-Bikes mit Träger = etwa 80 kg; Markise = etwa 30 kg; Gepäck geschätzt 60 kg. Zusammen mit den Personen und dem Wasser: 462-468 kg.
- Reserve: 520 - 462 bis 468 = etwa 52 bis 58 kg. Einordnung: grenzwertig.
Und derselbe Fall mit dem Toleranz-Schalter: liegt das Fahrzeug am oberen Rand von 5 %, sind es 3.129 kg Leergewicht, die legale Zuladung schrumpft auf 371 kg und die Reserve fällt auf etwa -91 bis -97 kg.
Mit 3 % landet sie bei etwa -31 bis -37 kg. Aus "grenzwertig" wird in beiden Fällen "überladen", und genau darum lasse ich die Toleranzfrage nicht im Hintergrund verschwinden.
Was zur Zuladung zählt - und was nicht
Der Tank ist keine Zuladung.
Fast jeder Halter, mit dem ich darüber gesprochen habe, rechnet ihn mit, und das ist doppelt gezählt: mindestens 90 % der Tankkapazität sind in der Masse in fahrbereitem Zustand schon enthalten (VO (EU) 1230/2012, Art. 2 Abs. 4 Buchst. a).
Volltanken kostet Sie also praktisch keine Zuladung. Aus demselben Grund bietet der Rechner kein Kraftstofffeld an - es würde die Verordnung falsch abbilden.
Der zweite Doppelzähler ist der Fahrer. Er sitzt bereits im Leergewicht, mit denselben 75 kg. Wer bei "Mitreisenden" vier Personen eintippt und dann noch einmal 75 kg für sich selbst abzieht, verschenkt Reserve, die er hat.
Was tatsächlich abgeht, ist alles, was nach der Typgenehmigung dazugekommen ist: Flaschen mit Stahlmantel, der Träger am Heck, die Markise, die Sat-Anlage. Ich habe mir angewöhnt, jede Nachrüstung beim Einbau zu wiegen und die Zahl in den Fahrzeugschein-Umschlag zu legen. Zwei Jahre später weiß niemand mehr, was die Markise wog.
Die offene Frage: 3 % oder 5 % Fertigungstoleranz
Die VO (EU) 1230/2012 nennt in Anhang I, Anlage 2, Punkt 2.2 zwei zulässige Abweichungen zwischen erklärter und gemessener Masse in fahrbereitem Zustand: 3 % für normale Fahrzeuge, 5 % für Fahrzeuge mit besonderer Zweckbestimmung.
In der Branche wird für Wohnmobile fast reflexhaft mit 5 % gerechnet.
Die Verordnung gewährt diese 5 % aber nur Fahrzeugen, die als Fahrzeuge mit besonderer Zweckbestimmung einzustufen sind, und ob und wie ein Wohnmobil über den Aufbaucode SA dort hineinfällt, habe ich in der zugehörigen Anlage nicht nachvollzogen.
Ich lasse die Frage deshalb offen, statt Ihnen eine Prozentzahl unterzuschieben.
Wichtig ist ohnehin, was die Toleranz nicht ist: kein Spielraum für die Kontrolle am Straßenrand und kein zusätzlicher Laderaum. Sie betrifft das Leergewicht, nicht das, was Sie oben drauf packen dürfen. Eine gesetzliche Grundlage für die andere Lesart gibt es nicht.
In neun Jahren Überführungsfahrten habe ich Fahrzeuge derselben Modellreihe auf dieselbe geeichte Waage gefahren und unterschiedliche Werte gesehen. Seither nehme ich nicht mehr an, dass zwei "gleiche" Wohnmobile gleich schwer sind.
Was das Bußgeld bei Überladung wirklich kostet
Der Bußgeldkatalog staffelt Überladung prozentual: je höher die Überschreitung, desto höher der Regelsatz in Euro, und die Sätze für Fahrzeuge über 2,8 t liegen über denen für leichtere. So weit die Struktur.
Den konkreten Betrag drucke ich hier nicht. Grund: den maßgeblichen Regelsatz aus der Anhang-Tabelle 3 der BKatV habe ich in dieser Recherche nur in einer Portalwiedergabe gesehen, nicht im Original der Anhang-Tabelle geprüft. Eine Zahl, die ich nicht selbst in der Quelle gelesen habe, ist auf einer Seite, die Ihnen beim Rechnen helfen soll, wertlos.
Dazu kommt: der Regelsatz ist nicht der Betrag auf dem Bußgeldbescheid, weil Verfahrenskosten und Gebühren obendrauf kommen.
Wer die Systematik samt Verantwortlichkeiten nachlesen will: Bußgeld, Punkte und Halterhaftung im Detail.
Und für die Route zählt die jeweilige Landesregelung, nicht die deutsche: Bußgeld bei Überladung in Österreich, Bußgeld bei Überladung in der Schweiz, Bußgeld bei Überladung in Frankreich.
Zwei Grenzen, die der Rechner nicht auflösen kann
Die erste Grenze steckt in Feld G. Das Leergewicht dort ist ein Typgenehmigungswert mit der Fertigungstoleranz, über die wir gerade gesprochen haben. Der Rechner rechnet mit dem Wert, den Sie eintippen, und kann nicht wissen, ob Ihr Fahrzeug darunter oder darüber liegt.
Verbindlich ist nur eine geeichte Fahrzeugwaage.
Ich habe das in Dänemark bezahlt. Kontrolle auf einer Überführungsfahrt, ich hatte dem gedruckten Leergewicht vertraut und nicht selbst gewogen, und die Rechnung kam trotzdem. Seither wiege ich jedes Fahrzeug, das ich bewege, Werksangabe hin oder her.
Der Abstand zwischen Papier und Waage war selten null.
Die zweite Grenze ist die Achslast. Gesamtmasse im Limit heißt nicht Achslasten im Limit, und § 34 StVZO bindet beide.
Für eine beladene Heckgarage nennen Handelsquellen als Faustformel-Beispiel, dass etwa 100 kg dort rund 130 kg auf der Hinterachse ergeben können; Hebelarme rechnet dieser Rechner nicht, weil er keine Abstände abfragt.
Eine Gesamtmasse "im Rahmen" ist keine Absicherung gegen einen Achslastbefund. Wie das bei der Prüfung aussieht: Achslastmessung bei der Hauptuntersuchung.
Wann Sie wirklich zur Waage müssen
Der Rechner ist der Startpunkt, nicht das Ergebnis. Er zeigt Ihnen, ob Ihre Planung überhaupt aufgehen kann - das reale Leergewicht und die Verteilung auf die Achsen klärt eine Wägung, und nur die. Eine Achslastmessung müssen Sie dabei gesondert beauftragen, sie ist in der einfachen Verwiegung normalerweise nicht enthalten.
Bei einem Mietfahrzeug lohnt vorher der Blick darauf, wer haftet bei einem überladenen Mietfahrzeug.
Checkliste: Wann Sie wirklich zur Waage müssen
- Reserve unter 100 kg. Vor dieser Fahrt wiegen. In diesem Band entscheidet die Fertigungstoleranz allein schon über das Vorzeichen. Geeichter Wiegeplatz bei TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS, an manchen Autobahnraststätten oder auf Entsorgungshöfen.
- Reserve negativ. So nicht losfahren. Wiegen und die Beladung neu planen, bevor Sie über die Route nachdenken; die Wägung sagt Ihnen, wie viele Kilogramm Sie tatsächlich herausnehmen müssen.
- Selbstausbau oder Ausbau auf nacktem Basisfahrzeug. Unabhängig vom Rechnerergebnis wiegen. Das Leergewicht im Dokument bezieht sich auf das Basisfahrzeug, und der Ausbau selbst wird in Handelsquellen mit 400 bis 800 kg für Möbel, Dämmung und Technik angegeben, was für eine Planung viel zu grob ist.
- Feld F.1 und Feld F.2 widersprechen sich. Nicht selbst auflösen. Fragen Sie beim Hersteller oder bei der Zulassungsstelle nach, welcher Wert für Ihr Fahrzeug maßgeblich ist. Eine eigene Erklärseite dazu habe ich hier bislang nicht, und geraten wird an dieser Stelle nicht.
- Vor einer Auslandsfahrt mit praktischem Maximum. Volles Gas, voller Wassertank, Räder am Heck, Garage bepackt: wiegen. Die Kontrolle im Ausland fragt nicht nach Ihrer Rechnung. Achslasten gleich mitbeauftragen, wenn die Heckgarage schwer ist.
Häufige Fragen
Wie viel darf ich in mein Wohnmobil laden? Die Zuladung ist die zulässige Gesamtmasse aus Feld F.1 minus dem Leergewicht aus Feld G. Was übrig bleibt, teilen sich zusätzliche Personen, Wasser, Gas, Zubehör und Gepäck. Der Rechner oben führt diese Rechnung für Ihr Fahrzeug durch und zeigt die Reserve in Kilogramm.
Warum gehört der Kraftstofftank nicht zur Zuladung? Weil mindestens 90 % des Tankinhalts schon in der Masse in fahrbereitem Zustand enthalten sind, so die VO (EU) 1230/2012 in Art. 2 Abs. 4 Buchst. a. Volltanken kostet Sie damit praktisch keine zusätzliche Zuladung, anders als viele annehmen.
Deshalb gibt es im Rechner auch kein Feld dafür.
Kann ich dem Leergewicht des Herstellers trauen? Nur bedingt.
Es ist ein Typgenehmigungswert mit Fertigungstoleranz: 3 % bei normalen Fahrzeugen, 5 % bei Fahrzeugen mit besonderer Zweckbestimmung, wobei die Einstufung eines Wohnmobils hier nicht abschließend geklärt ist.
Verbindlich ist allein eine geeichte Wägung.
Meine Gesamtmasse stimmt, kann trotzdem eine Achse überladen sein? Ja. Achslasten können überschritten sein, während die Gesamtmasse im Limit liegt, etwa durch die Hebelwirkung einer beladenen Heckgarage. Eine im Rahmen liegende Gesamtmasse ist keine rechtliche Absicherung gegen einen Achslastbefund.
Der Rechner hat keine Eingaben für Hebelarme und kann Achslasten daher nicht ermitteln.
Was kostet eine Überladung mit dem Wohnmobil? Der Bußgeldkatalog staffelt prozentual nach Überladungsgrad in Euro. Den genauen Regelsatz aus der Anhang-Tabelle 3 habe ich in dieser Recherche nicht im Original geprüft, deshalb steht hier bewusst keine Zahl. Für Ihre Route ist ohnehin die jeweilige Länderseite maßgeblich, nicht der deutsche Satz.
Wo kann ich mein Wohnmobil wiegen lassen? An einem geeichten Wiegeplatz, zum Beispiel bei TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS, teils auch an Autobahnraststätten und auf Entsorgungshöfen. Eine Achslastmessung ist dort in der Regel eine eigene Leistung und muss gesondert beauftragt werden. Rufen Sie vorher an, nicht jeder Standort verwiegt Fahrzeuge dieser Länge.
Was Sie als Nächstes tun
Rechnen Sie den Rechner mit der Beladung durch, die Sie tatsächlich vorhaben, nicht mit der, die gut aussieht: volles Wasser, beide Flaschen, Räder am Träger. Kommt die Reserve grenzwertig oder negativ zurück, buchen Sie vor der Abfahrt eine geeichte Wägung, statt zu schätzen. Das kostet einen Vormittag und ist billiger als der Bescheid, den ich in Dänemark bekommen habe.
Quellen
- VO (EU) 1230/2012 (Massen und Abmessungen, Typgenehmigung): Art. 2 Abs. 21 (Begriffe zGG und Masse in fahrbereitem Zustand), Anmerkung (h) zu Anhang I sowie Anhang I Teil A 2.6.2.1/2.6.2.2 (75 kg je Person, Frischwasser 100 %), Art. 2 Abs. 4 Buchst. a (Kraftstoff mindestens 90 %), Anhang I Anlage 2 Punkt 2.2 (Fertigungstoleranz 3 % und 5 %). Stand der Prüfung: 05.08.2026.
- StVZO § 34 (Achslasten und Gesamtmasse), gesetze-im-internet.de.
- BKatV, Anhang Tabelle 3 (Regelsatz Überladung), gesetze-im-internet.de. In dieser Recherche nur über eine Portalwiedergabe gesehen, nicht im Original geprüft; deshalb wird auf dieser Seite kein Eurobetrag genannt.
- KBA, bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog (Zuordnung Tatbestand und Punkt), kba.de. Für diese Seite nicht zahlenmäßig ausgewertet.
- Gasflaschen-Bruttogewichte: PROGAS, gasflasche.de, ALUGAS-Vergleichs-PDF. Handelsangaben ohne Datum, Prüfstand 05.08.2026, erneute Prüfung zur nächsten Aktualisierung.
- Nachrüst-Richtwerte: ACE, fink-automobile, Caravan-Kataloge. Handelsangaben ohne Datum, Prüfstand 05.08.2026, erneute Prüfung zur nächsten Aktualisierung.
Dieser Rechner arbeitet ausschließlich mit den Werten Ihres eigenen Fahrzeugs. Er bevorzugt keinen Hersteller, keinen Händler und keinen Mietanbieter, und er ist an keine Werbung oder Vermittlung gekoppelt.
Diese Seite ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Wägung. Die Reserve wird allein aus den Werten berechnet, die Sie selbst eingeben; das Leergewicht aus Feld G ist ein Typgenehmigungswert mit Fertigungstoleranz, verbindlich ist nur eine geeichte Wägung. Gasflaschen- und Nachrüstgewichte stammen aus undatierten Handelsangaben und sind als Bereiche zu lesen. Welche Toleranzklasse für ein Wohnmobil gilt, ist hier nicht abschließend geklärt, ebenso wenig der Regelsatz für Überladung, den ich nicht im Original der Anhang-Tabelle geprüft habe. Achslasten kann der Rechner nicht prüfen, und eine Gesamtmasse im Limit schützt nicht vor einem Achslastbefund.